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Wohnlotsen nehmen jetzt Arbeit auf

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels soll das Marktgeschehen rund um die Bestandsimmobilie aktiviert werden

Wohnlotsen nehmen jetzt Arbeit auf

 Sie gründeten die Projektgruppe Cuxhavener Wohnlotsen und wählten ihren Vorstand (im Vordergrund von links) Detlef Osterndorff (Kassenwart), Hauke Bartels (zweiter Vorsitzender), Torsten Wüstenberg (Vorsitzender), Ralf Braesch (Beisitzer) und Andreas Eickmann (Beisitzer). 

 

Von Eberhard Wendt

CUXHAVEN. Die demographische Entwicklung in Cuxhaven wird dazu führen, dass heutige Wohngebäude in Zukunft nur noch schwer einer Folgenutzung zugeführt werden können. Diesem Trend möchte die Projekt- Gemeinschaft der Cuxhavener Wohnlotsen aktiv entgegenwirken. Am Montag war zur Gründungsversammlung eingeladen. Die Projektgruppe Wohnlotsen hat sich auf ihre Fahnen geschrieben, mit Informationen und gemeinsamen Aktionen die Bestandsimmobilie als Alternative zum Neubau auch für neue Nutzergruppen interessant zu machen.

 

Zu der Gründungsversammlung trafen sich nach längerer Vorbereitungsphase interessierte Mitglieder im Vortragsraum des EWE-KundenCenters. Zum Auftakt machten sowohl Torsten Wüstenberg (EWE) als auch Andreas Eickmann (Landkreis Cuxhaven) deutlich, dass es Wunsch ist, keinen Verein, sondern eine Projektgruppe zu gründen, die ehrenamtlich das Ziel verfolgt, vor dem Hintergrund des demografischen Wandels das Marktgeschehen rund um die Bestandsimmobilien zu aktivieren, Leerstände möglichst zu vermeiden und Hemmnisse zur Nutzung von Bestandsimmobilien abbauen.

Vorstand der Wohnlotsen

Die Cuxhavener Wohnlotsen verstehen sich als erste Anlaufstelle dem Bürger gegenüber, um fachbezogene Kontakte zu vermitteln. Im Rahmen ihrer Gründungsversammlung stellten sie sich geschlossen hinter die Geschäftsordnung, in der u.a. Zweck, Aufgaben und Grundsätze umrissen sind. Von den Mitgliedern der Gründungsversammlung wurde Torsten Wüstenberg als Vorsitzender, Hauke Bartels als stellvertretender Vorsitzender, Detlef Osterndorff als Kassenwart und Ralf Braesch sowie Andreas Eickmann als Beisitzer gewählt.

Mit der bereits terminierten ersten Sitzung will die Projekt-Gruppe in die Arbeitsphase eintreten. Angepeilt ist die Entwicklung eines Internetportals: Ein Kern des Wohnlotsen-Service-Angebots ist die Plattform im Internet, mit der Informationen rund um das Wohnen in Cuxhaven Bestand gebündelt werden sollen.

Die jetzt erfolgte Gründung der Projektgruppe geht auf ein vom Bundesverkehrsministerium gefördertes Modellvorhaben zurück. Auf Initiative der städtischen Abteilung Bauleitplanung und Stadtentwicklung entwickelte sich ein Netz von Akteuren rund um die Bestandsimmobilie mit Architekten, Maklern. Banken, Energieversorger und Wohnlotsen formierten. Dabei ist der Landkreis und vorbehaltlich der Zustimmung aus der Politik auch die Stadt Cuxhaven.

Hintergrund: Mit dem demografischen Wandel wird sich in Cuxhaven die Schere zwischen Angebot und Nachfrage von Immobilien weiter öffnen. Auf der Angebotsseite werden – nicht zuletzt aufgrund des hohen Altersdurchschnitts der Bevölkerung in älteren Einfamilienhäusern – bis zum Jahr 2030 etwa zwei Drittel des Gebäudebestandes (6100 Häuser) mindestens einmal freigesetzt. Viele dieser Häuser weisen Defizite, wie z.B. einen zu geringen energetischen Standard. Sanierungsstau oder auch unzeitgemäße Grundrisse auf, die ein Hemmnis für eine Nachnutzung darstellen können.

Zeitgleich wird sich die Nachfrage nach Immobilien verringern: Bei der gleichbleibend rückläufiger natürlicher Bevölkerungs- und Wanderungsentwicklung (-24 Prozent bis 2030) sowie unveränderter Eigenheimquote zeichnet sich bis 2030 in Cuxhaven ein Überhang von rund 2100 Einfamilienhäusern ab.

Nach wie vor ist der Wunsch nach den „eigenen vier Wänden“ groß. Der zunehmend entspannte Immobilienmarkt bietet gute Chancen, den Wunsch auch zu realisieren. Und: Es gibt eine Reihe musterhaft gelungener Umbaubeispiele in der Stadt sowie ein umfassendes Beratungsangebot.

 

Quelle: Cuxhavener Nachrichten, Ausgabe: 8. Juli 2010

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